Zuger Frühlingsturnier, Zug, 02.–03.Mai 2009

Max Heinzer schafft den Hattrick

Der Immenseer Max Heinzer wurde seiner Favoritenrolle einmal mehr gerecht, doch ein Luzerner machte ihm den Sieg streitig. Die Zuger verpassten sehr knapp das Podest.

«Ich komme immer wieder sehr gerne nach Zug.»Der Kolincup in Zug war am vergangenen Wochenende so stark besetzt wie nie zuvor. Nebst dem Schweizer Nationalfechter Max Heinzer aus Immensee waren auch eine starke Delegation aus Lugano und Gäste aus Deutschland und England am Start. 35 Männer kämpften um die begehrten Preise, bei den Frauen waren es 21 Degenfechterinnen, angeführt von der langjährigen Nationalfechterin Isabella Tarchini.

Nur eine Niederlage kassiert

Giacomo Paravicini und Max Heinzer fechten im «Kolin Cup» Final

Giacomo Paravicini (l) und Max Heinzer im fechterischen Tanz, Herren Final «Kolin Cup» 03.05.09

Der 21-jährige Heinzer war einmal mehr das Mass aller Dinge. Nachdem er die letzten beiden Austragungen des Kolincups jeweils ohne Niederlage gewonnen hatte, musste er in diesem Jahr aber erstmals (in der Vorrunde) als Verlierer von der Piste. Der Zuger Michel Zurflüh hatte ihn 5:4 besiegt. Doch der Immenseer, der für die Fechtgesellschaft Basel fechtet, liess sich davon nicht beiirren. Fortan zog er souverän in den Final ein.

Dort traf die Nummer drei des Schweizer Elite-Rankings auf Giacomo Paravicini. Der 19-jährige Luzerner trainiert seit drei Jahren in Basel und erfreut sich aufsteigender Form, immerhin ist er bei den Schweizer Junioren die aktuelle Nummer zwei. Das Finalgefecht war lange Zeit sehr ausgeglichen und hart umkämpft, erst gegen Ende des Duells baute Heinzer den Vorsprung aus. Mit dem 15:7-Sieg sicherte er sich den dritten Turniersieg in Zug in Folge. Er sagte: «Ich komme immer wieder sehr gerne nach Zug. Nebst all den Weltcupturnieren, das nächste ist in wenigen Tagen in Paris, ist das eine willkommene Abwechslung.»

Die Zuger Fechter zeigten eine ausgezeichnete Mannschaftsleistung. Michel Zurflüh verlor den Kampf um den 3. Platz gegen den Luganesi Franco Cerutti mit 9:15 und wurde Vierter. Gleich hinter ihm folgten Severin de Sepibus und Simon Balmer.

Tarchini lässt nichts anbrennen

«Ich war zum ersten Mal am Turnier in Zug und es machte mir grossen Spass.»Bei den Frauen zog die Tessinerin Isabella Tarchini ihren Gegnerinnen quasi das Fell über die Ohren. Sie zeigte den ganzen Turniertag über eine sehr starke Leistung. Die Nationalfechterin traf im Final auf die Luzernerin und ehemalige kubanische Spitzenfechterin Milagros Palma. Doch Tarchini liess auch im Endkampf nichts anbrennen und gewann sicher mit 15:9 Treffern. «Ich war zum ersten Mal am Turnier in Zug und es machte mir grossen Spass», freute sie sich über den Sieg. Beste Zentralschweizerinnen waren die beiden Fechterinnen von der Fechtgesellschaft Luzern Christine Welle (7.) und Julia Schmidiger (8.). Die Zugerin Flavia Laschetti folgte auf dem 10. Rang.

Küssnachter räumen ab

Tags zuvor fochten 55 Nachwuchsfechter in insgesamt vier Alterskategorien. Dabei waren die jungen Degenfechter von der Fechtgesellschaft Küssnacht mit drei Turniersiegen am erfolgreichsten. Martina Jungo, Riana Busler und Nick Grossrieder gewannen in ihrer Kategorie Gold. Aber auch der Zuger Fechtclub konnte dank Sophie Schnarrenberger und Martin Kalberer zweimal einen Erfolg feiern. Auch die Fechtgesellschaft Luzern mit Dennis Lehmann gewann in einer Kategorie. Am Schluss durften jedoch alle jungen Fechter mit einem Preis unter dem Arm oder in der Fechttasche den Heimweg antreten. Der Kolincup machte seinem Ruf als freundschaftliches und geselliges Turnier wieder alle Ehre.

- Foto und Text von Patric Stalder

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